Ein Wochenende voller Geschichten - Das Märchenzelt begeistert beim Benzenickelbazar 2025

Drei Tage lang wurde der Benzenickelbazar von einer besonderen Magie erfüllt: Das Märchenzelt der „Freunde der Gemeindebücherei Nußloch e.V.“ wurde auch 2025 wieder zum beliebten Treffpunkt für kleine und große Zuhörer. 367 Besucher fanden den Weg ins stimmungsvoll gestaltete Zelt, das mit seinen warmen Farben, Stoffbahnen und Strohballen schon beim Betreten in eine andere Welt entführte.

Bereits am Freitag um 18 Uhr standen die ersten Kinder erwartungsvoll vor dem Eingang und konnten es kaum abwarten, dass die erste Geschichte beginnt. Insgesamt bot das Zelt an den drei Tagen 19 Lesungen, präsentiert von 10 Vorleserinnen und Vorlesern, die mit viel Herzblut spannende, lustige und verträumte Märchen lebendig werden ließen.

Auf dem Programm standen beliebte Klassiker wie Frau Holle, Der gestiefelte Kater und Der Froschkönig ebenso wie eher unbekannte Schätze, darunter Der allererste Weihnachtsbaum oder Der glückliche kleine Vogel. Die Mischung sorgte dafür, dass viele Kinder gleich mehrere Lesungen besuchten.

Ein besonderes Highlight war – wie jedes Jahr – der Besuch des Benzenickels, der auch in diesem Jahr am Samstag und am Sonntag vorbeikam. Aus seinem großen Sack verteilte er süße Überraschungen und brachte die Kinder zum Strahlen.

Auch der Regen am Sonntag tat der Freude keinen Abbruch: Das Zelt war voll und die kleinen Zuhörer machten es sich trotz des Schmuddelwetters gemütlich.

 

Alle Kinder von fünf bis zehn Jahren, die weiterhin Lust auf Geschichten haben, sind herzlich eingeladen zur wöchentlichen Vorlesestunde – jeden Dienstag von 16:00 Uhr bis 16:45 Uhr in der Gemeindebücherei Nußloch.

Klassische Klavierwerke und Gedichte mit Jörg Beyerlin in der Gemeindebücherei am 14.05.2025

Zu selten gespielt und eigentlich viel zu schade als Abstellfläche sei der wertvolle Grotrian-Steinweg-Flügel der Gemeindebücherei, befand der Vorsitzende Joachim Gerhard. Umso mehr freute er sich, den Hauptakteur des Abends vorstellen zu dürfen, in dessen Programm die klassische Klaviermusik einen der Schwerpunkte bildete: den Pianisten und Rezitator Jörg Beyerlin.

Durch Komplikationen bei der Geburt behindert, verfügt der junge Mann mit autistischen Zügen über das absolute Gehör und über ein außer-gewöhnliches Gedächtnis. Beide Fähigkeiten, die früh erkannt und gefördert wurden, nutzt er seit dem 6. Lebensjahr, rein nach Gehör und zunächst ohne Notenkenntnisse Klavier zu spielen und auch um Gedichte zu erlernen.

Sein absolutes Gehör ermöglichte es ihm, eine Ausbildung als Klavierstimmer zu durchlaufen und heute als solcher berufstätig zu sein. Außerdem tritt Jörg Beyerlin schon seit 1993 bei zahlreichen Gelegenheiten als Pianist und Rezitator auf. Jetzt erstmals auch in Nußloch bei „Kultur am Mittwoch“ der Freunde der Gemeindebücherei. Der Büchereisaal bot wieder die ideale Atmosphäre für eine stimmungsvolle Veranstaltung.

Jörg Beyerlin brachte die zahlreichen Besucher sowohl mit seiner Auswahl wunderbarer Stücke der romantischen Klavierliteratur als auch mit seinen höchst konzentriert gesprochenen Gedichten zu andächtigem, atemlosem Zuhören. Neben Werken von Beethoven, Brahms, Edvard Grieg und Franz Schubert durfte sich das Publikum an so bekannten und populären Stücken erfreuen wie dem Venezianischen Gondellied aus „Lieder ohne Worte“ von Felix Mendelssohn Bartholdy oder dem Türkischen Marsch von W.A. Mozart. Zwischen die Klavierstücke hatte Jörg Beyerlin mit Bedacht ausgewählte Gedichte mit überwiegend heiterem und ironischem, bisweilen aber auch nachdenklich-melancholischem Unterton gestellt. Die Autoren Mascha Kaléko, Erich Kästner oder Wilhelm Busch waren Garanten dafür, dass es nicht zu ernst wurde, etwas weniger augenzwinkernd war es dann bei Rainer Maria Rilke.

Die Besucher dankten Jörg Beyerlin für diesen außergewöhnlichen Abend mit anhaltendem Beifall und zeigten sich bei den Spenden zugunsten von Jörg spendabel. Joachim Gerhard überreichte ihm als Dankeschön eine CD mit Klavierwerken des amerikanischen Komponisten Louis Moreau Gottschalk. Vielleicht auch als Anregung, dass die Werke des eher unbekannten Komponisten Jörg Beyerlin so beeindrucken, dass er vielleicht bei seinem nächsten Auftritt in Nußloch das eine oder andere Stück in seinem Programm aufnimmt.

Eine kurzweilige Serenade an einem warmen Frühsommerabend, deren Besucher mit schönen Melodien und heiteren Reimen im Ohr den Heimweg antreten konnten.

jg

Mitglieder mit der Vorstandsarbeit zufrieden

„Es stehen heute keine Wahlen, keine Satzungsänderung und keine Beitragserhöhung an“, leitete der Vorsitzende Joachim Gerhard die Mitgliederversammlung der Freunde der Gemeindebücherei am 17. März 2025 ein. Seine Erwartung, dass die Tagesordnung deshalb zügig abgearbeitet werden kann, erfüllte sich dann auch.

Neben 30 Mitgliedern und seinen Mitvorständen begrüßte J. Gerhard den Ehrenvorsitzenden Alfred Dosch und seine Ehefrau, sowie die Ehrenmitglieder Dieter Degreif und Jutta Kempf persönlich.

Den Schwerpunkt des Rechenschaftsberichts des Vorstands bildete der Rückblick auf Veranstaltungen. Großen Anklang fand 2024 wieder das Märchenzelt der Vorleserinnen am ersten Advents-Wochenende auf dem Benzenickelbasar. Von Jutta Schoppengerd erneut glänzend organisiert, konnten sich die Vorlesenden über sehr guten Zuspruch freuen. Mehr als 350 Besucher jeden Alters, darunter Bürgermeister Joachim Förster und auch der Nikolaus, kamen an den drei Tagen und wollten sich von der Atmosphäre im stimmungsvoll geschmückten Zelt verzaubern und die schönsten Märchen erzählen lassen. Sehr erfolgreich waren auch die Vorlesezeiten beim Mittelaltermarkt, an dem sich die Vorleserinnen erstmals beteiligt und dazu historische Gewänder angelegt hatten.

Zwei Rezitations-Veranstaltungen mit Dieter Degreif, zum Thema „Freude beim Wein“ sowie mit Gedichten von Joseph von Eichendorff, dazu das Highlight des Operettenabends mit der Sopranistin Christiane Fiedler, am Klavier begleitet von Markus Bertsch, waren weitere gelungene Beiträge des Vereins zum Nußlocher Kulturleben.

Viel Arbeit bereitet dem Vorstand der wachsende Verwaltungsaufwand, der die Vereinsführung und die Suche nach ehrenamtlich Mitwirkenden zunehmend erschwert und in krassem Wiederspruch steht zu vorgeblichen Bemühungen der Politik um Bürokratieabbau.

jg

Eichendorff meisterlich rezitiert

Dieter Degreif faszinierte im Februar 2025 auf Einladung der Freunde der Gemeindebücherei wieder einmal sein Publikum mit einer Auswahl der schönsten Gedichte aus der Feder des Romantikers Joseph von Eichendorff (1788-1857).

Fast eine Stunde lang herrschte in dem kleinen, aber feinen Auditorium im Büchereisaal atemlose Stille und Aufmerksamkeit, so fesselnd trug Dieter Degreif mit fein nuancierter Stimme die wunderbare Lyrik Eichendorffs vor. Die Gedichte waren in Themengruppen angeordnet, die der von Eichendorff selbst festgelegten Anordnung in seiner Gedichtsammlung von 1837 folgten. Beginnend mit Wanderliedern ging es über Lieder aus dem Sängerleben zu den Zeitliedern und Liedern über Frühling und Liebe. Die Themengruppen Totenopfer und Geistliche Lieder erinnerten daran, dass Eichendorff nicht nur romantische, heitere Gefühle bedient, sondern auch den Ernst und die Tragik des Lebens thematisiert hat.

Viele der rezitierten Gedichte aus dem gewaltigen Werk des Dichters waren selbst Eichendorff-Freunden bisher unbekannt.

Aber auch bekannteren Gedichten legte der lebendige Vortrag von Dieter Degreif einen besonderen Zauber bei. Denn so manches der Werke kannten die Zuhörer bis dahin nur als Vertonung. Gilt doch Eichendorff als einer der am häufigsten vertonten Poeten, da seine lyrischen Texte ungewöhnliche Musikalität ausweisen. Lieder wie „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“, „Wünschelrute“ (Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort …) und „Mondnacht“ gehören zum festen Repertoire jedes deutschsprachigen Chores. Und natürlich auch „Das zerbrochene Ringlein“, mit dem Eichendorff seiner unerfüllten Liebe zur Rohrbacher Küferstochter Käthchen Förster während seiner eher kurzen Zeit als Jura-Student in Heidelberg ein Denkmal gesetzt hat.

Daran knüpfte Joachim Gerhard, Vorsitzender der Freunde der Gemeindebücherei, in seinen Dankesworten an Dieter Degreif an und wies darauf hin, dass im Mai in Rohrbach eine Parkanlage als Käthchen-Förster-Park benannt wird. Natürlich nicht ohne dass dabei gesungen werden wird: „In einem kühlen Grunde, da geht ein Mühlenrad“.

Langer, herzlicher Beifall für einen weiteren wunderbaren Abend mit Dieter Degreif.

jg

Spendable Freunde - Spendenscheckübergabe an die Bücherei im Januar 2025

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Büchereileiterin Carmen Certa, Vorsitzender Joachim Gerhard, Bürgermeister Joachim Förster, Ehrenvorsitzender Alfred E. Dosch und Gesche Hagmann (v. r.) bei der Übergabe des Spendenschecks.  ©C. Künzig, Gemeinde Nußloch

Nach einigen Jahren Pause haben die Gemeindebücherei und die Freunde der Gemeindebücherei Nußloch e.V. in diesem Jahr wieder den schönen Brauch aufgegriffen, am Jahresanfang einen symbolischen Spendenscheck an Bürgermeister Förster zu überreichen über den Betrag der Zuwendungen an die Bücherei im abgelaufenen Jahr.

Auch 2024 hat der Förderverein die Bücherei wieder kräftig unterstützt. Neben den ehrenamtlichen Einsätzen der Vereinsmitglieder bei den wöchentlichen Vorlesestunden und der Hilfe bei verschiedenen Veranstaltungen der Bücherei wurden ihr im vergangenen Jahr insgesamt 6.100 EUR für Medienbeschaffung und für die Ausstattung zur Verfügung gestellt.

Seit 18 Jahren begleiten und fördern die Freunde der Gemeindebücherei Nußloch die erst vor kurzem 50+2 Jahre „alt“ gewordene Bücherei. Ihre aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden generierten Zuwendungen haben dazu beigetragen, dass die Bücherei jung, vielseitig und aktuell geblieben ist.

Neben der Sicherstellung der Medienvielfalt und -aktualität spendiere der Förderverein dann und wann auch mal ein „Sahnehäubchen“, also ein Ausstattungsstück, mit dem sich ein Gemeinde-Etat mit seinen formalen Vorgaben bisweilen etwas schwertut, betonte der Vorsitzende der Freunde, Joachim Gerhard.

Unter anderem wurde vor kurzem ein bücherei-eigener Beamer erworben, so dass für Veranstaltungen künftig nicht mehr das Gerät der Gemeinde ausgeliehen werden muss. Der Beamer ist außerdem für die speziellen Lichtverhältnisse im Bibliotheksraum besonders geeignet.

Den Förderverein haben 2007 engagierte Bürger unter Federführung des Ehrenvorsitzenden Alfred E. Dosch gegründet, als die Existenz der Bücherei in Zeiten knapper öffentlicher Kassen infrage gestellt war. Mit seiner Teilnahme an der kleinen Feier stellte Alfred Dosch unter Beweis, wie sehr er nach wie vor mit dem Förderverein und mit der Gemeindebücherei verbunden ist.

Im Anschluss an die Überreichung des Spendenschecks dankten Bürgermeister Joachim Förster und Büchereileiterin Carmen Certa für die langjährige Unterstützung der Freunde der Gemeindebücherei. Beide hoben hervor, dass der Verein einen beachtlichen Beitrag leistet zu dem gemeinsamen Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern ein attraktives kulturelles Angebot an ihrem Wohnort zu bieten und ganz besonders Kinder und Jugendliche an Bücher, Büchereien und an Literatur heranzuführen.

Abschließend wies Joachim Gerhard auf die nächsten Veranstaltungen der Freunde der Gemeindebücherei im ersten Halbjahr hin:

19. Februar, Dieter Degreif mit „Gedichte und Romanzen von Joseph von Eichendorff“
17. März, Mitgliederversammlung in der Gemeindebücherei
14. Mai, Jörg Beyerlin, Klavier und Rezitation.

jg 

Begegnungen mit Daumesdick und Hans im Glück ...

… mit Schneeweißchen und Rosenrot, mit Hase und Igel, dem gestiefelten Kater und vielen anderen Märchenfiguren gab es im Märchenzelt der Freunde der Gemeindebücherei Nußloch e.V. auf dem Benzenickelbazar am ersten Adventswochenende.

Nahezu vierhundert kleine und auch große Zuhörerinnen und Zuhörer besuchten an den drei Tagen das wieder einmal wunderschön dekorierte Märchenzelt, dessen edle und glitzernde Stoffe einen Hauch von 1001 Nacht verströmen. In diesem Jahr startete die Vorlesezeit bereits am Freitagabend ab 18 Uhr. Insgesamt 10 Stunden lang wurden Freitag, Samstag und Sonntag stets neue Märchen geboten.

Bei der Erzählung vom Froschkönig verwandelte sich tatsächlich ein Plüschfrosch in einen Prinzen, zu anderen Märchen gab es ein Bilderbuchkino mit dem Kamishibai. Neben den Klassikern der Gebrüder Grimm wurden auch Märchen zeitgenössischer Autoren wie „Potzblitz und Donnerlittchen“ von Marliese Arold oder „Prinzessin Isabella“ von Cornelia Funke erzählt. „Nils Karlsson Daumesdick“ von Astrid Lindgren hatte sogar Teile seines Hausstandes dabei. Insgesamt neun Vorleserinnen und ein Vorleser hatten ein buntes Repertoire mitgebracht und tatsächlich gab es einige Gäste, die mehrere Runden lang sitzen blieben oder das Märchenzelt mehrmals besuchten. Auch der Benzenickel stattete dem Märchenzelt am Samstag und am Sonntag einen Besuch ab und verteilte Leckereien aus dem mitgebrachten Sack.

Nach dem Ende der offiziellen Vorlesezeit verweilten Vorleserinnen sowie Helferinnen und Helfer für den Abbau für eine kurze Weile im Zelt. Sie lauschten ebenfalls einer kleinen Geschichte, bevor der Deko-Zauber wieder sorgfältig in Kisten und Taschen verstaut wurde.

Die Freunde der Gemeindebücherei bedanken sich bei allen Besucherinnen und Besuchern für das Interesse und die schönen Begegnungen. Wir sehen uns 2025 wieder.

Am vergangenen Mittwochabend  (09.10.2024)  konnten die Freunde der Gemeindebücherei nach langer Zeit wieder einmal zahlreiche Besucherinnen und Besucher in der Bücherei begrüßen. Dieses Mal konnte der Freundeskreis die Karlsruher Sopranistin Christiane Fiedler für einen Operettenabend gewinnen, bei dem sich alles um die Liebe drehte. Unter dem Motto „Niemand liebt Dich, wieso ich?“ präsentierte sie bekannte und auch weniger bekannte Operettenarien, wie zum Beispiel: „Mein Liebeslied muss ein Walzer sein“ aus dem Weißen Rössl am Wolfgangsee (Ralph Benatzky), „Ich bin die Christel von der Post“ aus dem Vogelhändler (Carl Zeller) oder „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ aus Giuditta (Franz Lehár).

Christiane Fiedler, einfühlsam begleitet von Markus Bertsch am Klavier, beeindruckte nicht nur mit wunderbaren Melodien und ihrer ausdrucksvollen Stimme. Nein, sie spielte auch mit ihrem Publikum und flirtete ganz charmant mit den männlichen Gästen. Die Lieder kündigte sie mit kurzen und humorvollen Texten an und erläuterte dabei den ein oder anderen veralteten Begriff.

Lesesommer 2024 - Preisverleihung

Am 25. September 2024 war es bereits zum vierten Mal soweit: 93 Schülerinnen und Schüler haben beim Lesesommer, der Leseförderaktion der Gemeinde-bücherei, mitgemacht.

Zusammen haben sie 731 Bücher gelesen!

Anna, Aadhya und Xiangbei durften sich bei der Preisverleihung mit Bürgermeister Förster über Gutscheine für Spiele, Bücher und Kino freuen, die vom Förderverein gespendet wurden. Darüber hinaus erhielten alle 93 Teilnehmer einen Eisgutschein.

 

Jubiläum 50 + 2 am 20. September 2024

 

Mit zwei Jahren Verspätung war es am Freitag, 20. September 2024 soweit: Gemeinderäte und Kooperationspartner folgten der Einladung der Bücherei, auf deren 50 + 2 Jubiläum anzustoßen und zu feiern. Kabarettist und Mundartautor Arnim Töpel moderierte in seiner bekannten Art und Weise durch den Abend. Neben Bürgermeister Joachim Förster und Annegret Artmann von der Fachstelle öffentliches Bibliothekswesen vom Regierungspräsidium Karlsruhe hat auch unser erster Vorsitzender Joachim Gerhard ein Grußwort gesprochen.

Freude beim Wein – Ein heiterer Abend mit Dieter Degreif am 15. Mai 2024

„Endlich wieder einmal eine Veranstaltung mit Dieter Degreif in unserer Gemeindebücherei ohne Beschränkung der Besucherzahl“, freute sich der Vorsitzende des Fördervereins Freunde der Gemeindebücherei, Joachim Gerhard, bei der Begrüßung zu dem Abend, den der Verein gemeinsam mit der Gemeindebücherei organisiert hatte. Gerhard versprach den zahlreichen Besuchern eine heitere Dämmerstunde mit Gedichten und Anekdoten rund um den Wein und um die Menschen, die mit ihm zu tun haben.

Dieter Degreif hatte rund 30 Gedichte bekannter und weniger bekannter Autoren zu dem Thema ausgewählt. Mit dem Text eines der 40 Trink- und Spielerlieder der Carmina Burana leitete er ein und ließ Verse u.a. von Ludwig Uhland, Carl Michael Bellmann, Wilhelm Müller, Textdichter vieler bekannter Volkslieder, Wilhelm Busch, Viktor von Scheffel, dem Rheinhessen Carl Zuckmayer, Hoffmann von Fallersleben, Theodor Fontane und Justinus Kerner folgen, um nur die allerbekanntesten zu nennen.

Aber auch kurpfälzische Dichter und die heimische Mundart kamen nicht zu kurz: z.B. Rudolf Lehr und eine von Degreif selbst umgedichtete Version von dessen Gedicht „Unser Wein“, dazu einige Gedichte, die ihm Hobby-Dichter:innen aus der Region zugesandt haben.

Obwohl er gesundheitlich und stimmlich etwas angeschlagen war, meisterte Dieter Degreif sein Programm glänzend und unterstrich seinen Vortrag durch dramatische Akzente. Wie gewohnt bei seinen Rezitationen, die er immer noch zum allergrößten Teil frei vorträgt, herrschte im Saal atemlose Stille und alle Zuhörer lauschten gebannt den lebhaft vorgetragenen Gedichten.

Dass Dieter Degreif neben seinen beeindruckenden Fähigkeiten als Rezitator als ehemalige Wieslocher Weinhoheit ein besonderes Verhältnis zu gutem Wein hat und diesen zu genießen weiß, war aus jeder vorgetragenen Zeile zu spüren. Das von ihm gekonnt zusammengestellte Programm baute einen Spannungsbogen mit allen Stimmungen auf, die sich beim Weintrinken einstellen können: von geselliger Heiterkeit und Übermut bis zu Nachdenklichkeit und bis zum Punkt kurz vor der Trunkenheit. Aber am Ende schien immer wieder die heitere Grundstimmung des vernünftigen Genusses des edlen Rebensaftes durch.

Eine Pause legte Dieter Degreif nach dem Gedicht „Völlerei“ (Friedrich Frhr. von Logau) ein, um den Zuhörern Gelegenheit zu geben, das literarische Vergnügen mit einem guten Tropfen abzurunden. Diesen hatte der Vorsitzende der Freunde der Gemeindebücherei selbst gespendet. Ganz offenbar hatte er den richtigen Griff in seinen privaten Weinkeller getan. Jedenfalls stieß das Erzeugnis aus dem Markgräflerland auf einhellige Zustimmung und die Besucher dankten es am Ende mit großzügigen freiwilligen Spenden, die auf dem Umweg über den gemeinnützigen Verein der Gemeindebücherei zugutekommen.

Ein gelungener Abend, für den sich das dankbare Publikum mit langanhaltendem Beifall bei Dieter Degreif bedankte.

jg

Mitgliederversammlung vom 15.04.2024:

Am Montag, 15. April 2024, fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Fördervereins unserer Bücherei statt. Erstmals seit 2020 war es wieder möglich, die Versammlung in der Gemeindebücherei durchzuführen.

Der 1. Vorsitzende Joachim Gerhard konnte 24 Mitglieder begrüßen, darunter den Ehrenvorsitzenden Alfred Dosch und die Ehrenmitglieder Dieter Degreif und Jutta Kempf.

In seinem Tätigkeitsbericht über die Vereinsaktivitäten 2023 dankte der Vorsitzende vor allem seinem Vorstandsteam für die gute Unterstützung. Es folgte der Kassenbericht des Schatzmeisters Arne Schmidthals. Der Bericht der Kassenprüferinnen bestätigte eine in jeder Hinsicht transparente und vorbildliche Führung und Dokumentation der Kassengeschäfte.

Danach standen Wahlen zum Vorstand und der Kassenprüfer auf der Tagesordnung. Das bisherige Vorstandsteam stellte sich erneut zur Wahl und wurde ohne Gegenstimmen wiedergewählt.

Der Vorstand setzt sich somit für die nächsten zwei Jahre wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender: Joachim Gerhard
2. Vorsitzende: Jutta Schoppengerd
Schriftführerin: Sabine Kinzinger
Schatzmeister: Arne Schmidthals

Dem Vorstand gehören außerdem die Leiterinnen der Gemeindebücherei Carmen Certa und Christine Schmeer an.

Als Kassenprüferinnen wurden Christiane Köken und Jutta Kempf bestätigt.

Zu der 2023 geänderten Satzung war nach Auffassung des Finanzamts zur Sicherstellung der Gemeinnützigkeit noch eine eher formale Änderung notwendig, die ebenfalls einstimmig beschlossen wurde.

Nach einem Ausblick auf die nächsten Termine und Veranstaltungen endete die Mitgliederversammlung um 20.40 Uhr.

 

 

 

Der wiedergewählte Vorstand von links nach rechts:

1. Vorsitzender Joachim Gerhard, Schriftführerin Sabine Kinzinger, Büchereileiterin Christine Schmeer, 2. Vorsitzende Jutta Schoppengerd, Schatzmeister Arne Schmidthals, Büchereileiterin Carmen Certa

Der Notausgang wurde fertig gestellt. Veranstaltungen können nun wieder wie gewohnt in der Bücherei durchgeführt werden!

Die Bauarbeiten an der Bücherei für den Notausgang haben begonnen. Anstelle des Brunnens wird dort eine Natursteintreppe entstehen! Nach Fertigstellung können somit im Saal wieder Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen durchgeführt werden.

02.12.2023 - Märchenzauber beim Benzenickel Bazar - 10 Jahre Märchenzelt

Seit einem Jahrzehnt verzaubert das Märchenzelt des Vereins "Freunde der Gemeindebücherei Nußloch" den alljährlichen Benzenickel Bazar mit einer märchenhaften Atmosphäre. In diesem Jahr erreichte der Zuspruch einen neuen Höhepunkt. Mehr als 300 Kinder besuchten das Zelt, um sich von den magischen Geschichten verzaubern zu lassen. Eltern und Großeltern begleiteten die kleinen Besucher, viele von ihnen nutzten die Gelegenheit, sich im gemütlichen Zelt bekannte Märchen wieder einmal anzuhören.

Das Märchenzelt, das mit liebevoll ausgewählten Stoffen dekoriert war, bot den Kindern nicht nur eine fesselnde Vorlesestunde, sondern auch eine besondere Sitzerfahrung auf Strohballen. Die kleinen Zuhörer warteten gespannt auf das nächste Märchen, während die Atmosphäre des Zeltes die Fantasie anregte.

Wie in jedem Jahr gesellte sich auch der Benzenickel wieder höchstpersönlich zu den kleinen Märchenfreunden im Zelt. Aus einem Sack voller Süßigkeiten verteilte er Naschereien an die begeisterten Kinder und die engagierte Vorleserin.

Alle Kinder von fünf bis 10 Jahren, die auch weiterhin gerne Märchen hören möchten, sind herzlich zur Vorlesestunde, jeden Dienstag von 16.00 Uhr bis 16:45 Uhr, in die Gemeindebücherei Nußloch eingeladen.